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Maybach


 
 
 

Das Museum für historische Maybach-Fahrzeuge präsentiert die weltweit einmalige Ausstellung über die Geschichte und die Produkte von Karl und Wilhelm Maybach. Exponate auf rund 2.500 qm Ausstellungsfläche erzählen die Geschichte des Maybach-Motorenbaus, seiner Fahrzeuge, seiner Motoren und Getriebe.

Maybach-Fahrzeuge zählen zu den Preziosen in der über hundertjährigen Geschichte des Automobils. In den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts waren sie die schönsten, größten und wertvollsten Luxusautos, die auch technisch eine absolute Spitzenstellung einnahmen. Von 1921 bis 1941 wurden ca. 1.800 Maybach-Autos gebaut, von denen heute noch weltweit rund 160 existieren.    

Erleben Sie in der chronologisch gegliederten Ausstellung 18 bis 20 historische Maybach-Fahrzeuge in den verschiedensten Zuständen: vom zersägten Scheunenfund bis hin zum Concours-Klassiker. Historische Motoren, Getriebe und Achsen runden die Ausstellung ebenso ab wie interessante Schautafeln, Modelle und Kurzfilme. Zudem lassen Informationen zu einigen Maybach-Automobilen und deren prominente Erstbesitzer Geschichte lebendig werden. 

 

                                  Maybach Zeppelin DS 8

  Baujahr: 1930
  
  Motor:
Maybach DS 8
 
Bauart/Bauform: 12-Zylinder 60°V
 
Hubraum: 7922 ccm

  Leistung: 200 PS (147 kW) bei 3220 U/min
 
max. Geschwindigkeit: 
150-170 km/h
  Benzinverbrauch: 28 Ltr./100 km

  Aufbau: Roadster
  Karosseriebau: Spohn, Ravensburg
  Fahrgestell: kurzer Radstand
  Lenkung: links
  Reifenhalter: hinten
  Lackierung: beige, blaue Streifen
  Polsterung: Leder
  gefertigte Stückzahl: ca. 300
  noch vorhandene Stückzahl: 28 weltweit
  Preis: 33.000,- Reichsmark
  Besonderheiten: Holzintarsien,
Türen vorne

 

 Erstbesitzer: Gustav Zingg, Venezuela

 

Zur Geschichte:

Gustav August Heinrich Zingg wurde am 19. August 1878 in Hamburg geboren, wanderte 1899 nach Venezuela aus und arbeitete dort zunächst für die Firma C. W. Christern. Über seine Hamburger Freunde Adolf Christern und Alfred Lewerenz, den Schwiegervater von Karl Maybach, hatte der wohlhabende Unternehmer schon früh beste Verbindungen zu Karl Maybach und dessen Ehefrau. 1930 erwarb Gustav Zingg diesen weißen Maybach „12“, ein 2-türiges Sport-Cabriolet, karossiert von der Fa. Spohn. Später erwarb er noch einen Maybach-Zeppelin mit Pullman-Limousinenaufbau. Bilder der Fa. Spohn, Ravensburg, und aus dem Familienbuch „La Familia Zingg - Aranguren“ dokumentieren den Zustand des Sport-Cabriolets. In der Ausgabe der Zeitschrift „Motor“ vom Februar 1931 ist dieser Wagen ebenfalls abgebildet.   

Gustav Zingg reiste mit seiner Familie regelmäßig mit dem Schiff nach Europa, wo er seine gesellschaftlichen Kontakte vertiefte und das eine oder andere seiner 12 Kinder im Internat besuchte. Teilweise nahm er auch sein Maybach-Cabriolet samt Chauffeur mit, was durch Bilder aus dem Familienbuch dokumentiert wird. Sehr oft fuhren Gustav Zingg und seine Familie mit den beiden Maybach-Wagen durch die Alpen nach Gstaad zum Skifahren.  

Im Laufe der 1930er Jahre wurde der Maybach „12“ dann zum Maybach „Zeppelin“ aufgerüstet, wobei auch einige Veränderungen an der Karosserie vorgenommen wurden (Umbau zur Cabriolet-Limousine, Schürzen an den vorderen Kotflügeln, Trittbrett mit Verbindung von Vorder- zu Hinterkotflügel, Armaturenbrett, Einbau eines 8-Liter-12-Zylindermotors usw.). Geblieben sind jedoch die typischen Intarsien an den Türen und am Armaturenbrett. Im Zweiten Weltkrieg wurden beide Maybach-Zeppeline konfisziert.

 

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Holzgartenstraße 8
92318 Neumarkt
Tel.: +49 (0) 9181/4877-100
 

Öffnungszeiten:
2. November - 30. April
Dienstag - Freitag    11:00 - 17:00 Uhr
Samstag - Sonntag 11:00 - 17:00 Uhr

Sonderschließtage:
Mittwoch, 26. April 2017